Kalkulationstabelle - Steuerrecht

Geplante steuerliche Entlastungen für Familien 2019 + 2020

Das Bundeskabinett hat im Sommer 2018 den Regierungsentwurf eines “Gesetzes zur Stärkung und steuerlichen Entlastung der Familien sowie zur Anpassung weiterer steuerlicher Regelungen” (Familienentlastungsgesetz – FamEntlastG) beschlossen. Der Bundesrat hat am 21.09.2018 dazu Stellung genommen.

Die Maßnahmen im aktuellen Gesetzentwurf vom 04.10.2018, dessen genauen Inhalt Sie hier nachlesen können, sollen in zwei zeitlichen Stufen (2019 und 2020) entlastende Wirkung entfalten und bestehen aus einer Kindergelderhöhung, höheren Grundfreibeträgen und höheren Kinderfreibeträgen. Hinzu kommt eine Entlastung mittlerer und unterer Einkommen bei der “kalten Progression”. Der Bundestag hat am heutigen Tage in erster Lesung über den Gesetzentwurf beraten.

Erhöhung des Kindergelds

Ab dem Monat Juli 2019 soll für jedes Kind 10 EUR mehr Kindergeld ausgezahlt werden. 

bis 30.6.2019

ab 1.7.2019

Erstes Kind

194 EUR

204 EUR

Zweites Kind

194 EUR

204 EUR

Drittes Kind

200 EUR

210 EUR

Jedes weiteres Kind 

225 EUR

235 EUR

Entlastungen bei der Einkommensteuer

Der Kinderfreibetrag wird für den VZ 2019 für jeden Elternteil auf 2.490 EUR (insgesamt 4.980 EUR, mit Betreuungsfreibetrag 7.620 EUR) erhöht. Die steuerliche Entlastungswirkung der Erhöhung des Kinderfreibetrags um jeweils 96 EUR (insgesamt 192 EUR) entspricht dem Jahresbetrag der Kindergelderhöhung (60 EUR). 

Für den VZ 2020 wird der Kinderfreibetrag erneut erhöht, um der Kindergelderhöhung zu entsprechen, die sich im Jahr 2020 mit insgesamt 120 EUR pro Kind erstmals auf das gesamte Jahr auswirkt. Der Kinderfreibetrag wird dann für jeden Elternteil auf 2.586 EUR (insgesamt 5.172 EUR, mit Betreuungsfreibetrag 7.812 EUR) erhöht.

Der Grundfreibetrag soll von 9.000 auf 9.168 EUR (2019) und 9.408 EUR (2020) steigen, ebenso wie der Höchstbetrag für den Abzug von Unterhaltsleistungen. Um der “kalten Progression” zu begegnen, werden die Eckwerte des Einkommensteuertarifs für die VZ 2019 (1,84 %) und 2020 (1,95 %) nach rechts verschoben.